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In der Ruhe liegt die Kraft - Mein beruflicher Fokus für 2023!


Die einzige Sicherheit im Leben ist Veränderung und es schaut so aus, als ob 2023 einiges davon ansteht. Nachdem ich die letzten sieben Jahre in hohem Tempo unterwegs war und sehr vieles gleichzeitig getan und bewältigt habe, geht es dieses Jahr ums innehalten, reflektieren, loslassen und fokussieren. Um diesen Prozess gut gestalten zu können, ist mein Jahresmotto: In der Ruhe liegt die Kraft!


Was bedeutet das für mich? François de La Rochefoucauld schrieb im 17. Jahrhundert:

"Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen."

Es geht also nicht darum, einfach nur die Füße baumeln zu lassen wie hier am Neujahrsmorgen 2023, sondern diesen Zustand innerer Ruhe und Gelassenheit in sich zu kultivieren und von diesem Ort aus mit der Welt zu interagieren. Auf persönlicher Ebene kann ich auf viele Ressourcen zurückgreifen, um genau das zu tun. Beruflich verzettele ich mich allerdings gerne im 'Zuviel auf einmal'. Weil ich meine Arbeit liebe und durch verschiedenste Aus- und Weiterbildung meine Tätigkeitsbereiche in der Selbständigkeit seit 2008 mehr und mehr gewachsen sind. Ich habe mir Anfang des Jahres eine Liste gemacht über meine verschiedenen beruflichen Rollen, die Themenbereiche, die ich abdecke und die Zielgruppen mit denen ich arbeite und mir ist ein bisschen schwindelig geworden. So sehr ich mein berufliches Patchwork-Dasein mag, ist es mir doch am wichtigsten, das was ich tue mit Liebe, Sorgfalt und in hoher Qualität durchzuführen. Und vor allem, bei der Arbeit mit Menschen wirklich präsent zu sein. 2023 ist also weniger mehr und ich folge meinen Herzensthemen.


Die Inhalte dieses Artikels


 

Fokus 1: Die Weiterentwicklung des europäischen Weiterbildungsprogramms in Transpersonaler Psychologie und Holotroper Atemarbeit


Vor zehn Jahren habe ich begonnen bei Holotropen Atemworkshops mitzuarbeiten. Ich hatte nicht vor viel in dem Feld zu machen, sondern wollte nur etwas von der unglaublichen Unterstützung, die ich selbst erhalten habe, zurückgeben. Aus der unentgeltlichen Mitarbeit hat sich eine Leidenschaft und Berufung entwickelt, die sich in monatlichen Holotropen Atemveranstaltungen niederschlägt. Seit 2016 ist noch die Koordination und Organisation des internationalen Grof Transpersonal Training (GTT) Programms in Österreich und inzwischen in Europa dazugekommen. Hier stehen in den nächsten Jahren Umbrüche und Weiterentwicklungen an, die 2023 viel Zeit und Aufmerksamkeit brauchen. Neben dieser Hintergrundarbeit finden dieses Jahr die Zertifizierung sowie 4 Trainingsmodule in Österreich und zwei in Polen sowie unsere Wochenendworkshops in Wien und Umgebung für alle die mal Holotrope Atemluft schnuppern möchten, statt.


Vom 19. Februar bis 4. März wird für über 40 Personen die zweiwöchige Zertifizierung in "Transpersonaler Psychologie und Holotropem Atmen" in Österreich stattfinden. Es der Höhepunkt und Abschluss einer mehrjährigen internationalen und modular aufgebauten Weiterbildung, um Menschen mit Hilfe des Holotropen Atmens in veränderten Bewusstseinszuständen zu begleiten. Die Ausbildung legt einen starken Fokus auf die eigene Selbsterfahrung und es ist eine unglaubliche Freude zu sehen, wie Personen, die teilweise in tiefen Krisen zum Holotropen Atmen gekommen sind, ihr Leben transformiert haben und jetzt selbst bereit sind, andere in ihren Prozessen zu unterstützen. Da alle Module auch einzeln und im eigenen Rhythmus besucht werden können, ist es einfach spannend mitzuerleben, wer am Ende alle Module macht und tatsächlich Facilitator wird. Oft sind es genau die, die nie vorhatten abzuschließen, sondern einfach nur Module besucht haben, um sich durch ihre eigenen Themen, Krisen oder Traumata hindurchzuarbeiten.

Der Leitsatz beim Holotropen Atmen ist:

Du bist willkommen wie du bist!

Und ich freue mich schon sehr auf all die Menschen aus aller Welt, die wir 2023 willkommen heißen dürfen. Über das Jahr verteilt finden folgende 6-tägige englischsprachige Module in Österreich statt:

Ausbildungsteam Holotropes Atmen, Grof Transpersonal Training, Holotropic Breathwork, Transpersonale Psychologie, Sonja Busch, Thomas Liska, Jean Farrell, Sitara Blasco, Juanjo Segura
Das europäische GTT Ausbildungsteam: Jean Farrell (IRL), Peter Köllerer (AUT), Sonja Busch (DEU/AUT), Thomas Liska (AUT), Sitara Blasco und Juanjo Seguro (ESP)

Ich freue mich außerdem sehr, dass ich dieses Jahr in verschiedenen Kontexten und vor ganz unterschiedlichen Menschen über die Schönheit und Magie der Holotropen Atemarbeit sprechen darf.


 

Fokus 2: Trauma und Transformation


Nachdem ich letztes Jahr das Holotrope Paradigma unterrichtet habe, dass die Essenz des Holotropen Atmens und den theoretischen Überbau beleuchtet, steht für mich dieses Jahr das Modul zu Trauma und Transformation im Fokus. Auch wenn ich viel zu dem Thema mit mir selbst, in organisationalen Kontexten und mit meinen Klient:innen gearbeitet habe, ist es doch etwas anderes den Prozess der Trauma-Transformation in Worte zu fassen und im Kontext eines Weiterbildungsmoduls erklär- und erfahrbar zu machen.


Jedes Modul beinhaltet vier Holotrope Atemsitzungen (zwei als "Breather" und zwei als "Sitter"), was es ermöglicht zu erleben wie die Arbeit in veränderten Bewusstseinszuständen gerade bei Trauma und seinen psychischen wie physischen Folgen hilfreich sein kann. Und das bei allen Formen von Trauma auf individueller oder transgenerationaler Ebene - sei es ein einmaliges Erlebnis wie ein Unfall oder eine Naturkatastrophe, sei es das Erleben von emotionalen, physischen oder sexuellen Missbrauch und Gewalt, sei es Entwicklungstraumata, wo das was es braucht, um sich so zu entwickeln, das gesunde und liebevolle Beziehungen möglich sind, gefehlt hat.


Weiterhin steigen wir in die Theorie und verschiedene Erklärungsmodelle zu Trauma und Traumaheilung ein von Ansätzen der Psycho- wie Körpertherapie über Neurowissenschaften zu Trancearbeit bis hin zu schamanischen Ansätzen verlorene Seelenanteile zurückzuholen. Allen Teilnehmenden werden Übungen zur Selbstregulation und Ressourcenorientierung an die Hand gegeben und wir werden uns damit auseinandersetzen wie man die Prinzipien des Holotropen Atmens wirkungsvoll einsetzen kann, wenn man Menschen mit Trauma im professionellen Kontext begleiten oder im privaten Umfeld unterstützen möchte.

Das Modul findet vom 15.-20. Oktober 2023 in der Nähe von Wien im Burgenland statt und ist offen für alle am Thema Interessierte.


 

Fokus 3: Prozessbegleitung und Integrationsarbeit

Ich liebe 1:1 Arbeit. Für mich ist es immer wieder wie ein kleines Wunder, was sich in diesem geschützten Rahmen entfalten kann und passieren darf. Normalerweise findet diese Arbeit in meiner Wiener Praxis statt. Da ich dieses Jahr jedoch wegen Fokus 1 sehr viel im Ausland unterwegs und kaum in Wien sein werde, wird sich mein 1:1 Angebot verstärkt in den virtuellen Raum verlagern. Direkte Bowen Körperarbeit ist hier schwer möglich, aber meine Erfahrung ist das Trancearbeit, Psychosynthese und SoulCollage® online sehr gut funktionieren. Und ja, auch hier ist es möglich ganzheitlich mit psychischen wie physischen Beschwerden zu arbeiten.


Neben der 1:1 Arbeit ist auch heuer wieder ein Schwerpunkt die Begleitung von Menschen, die gerne Austausch und Unterstützung bei der Integration von Erfahrungen in veränderten Bewusstseinszuständen suchen. Eine monatliche Online-Integrationsgruppe startet wieder Ende März. Wer Interesse hat, kann sich gerne hier noch bis Ende Februar eintragen. Daten und Rahmenbedingungen werden dann bekannt gegeben. Es wird auf jeden Fall eine englischsprachige und je nach Interesse auch eine deutschsprachige Gruppe geben.


 

Fokus 4: Reflexion & Ausdruck und (k)eine eigene Weiterbildung?

Ich liebe Weiterbildungen. Es gibt kaum etwas, was mir soviel Freude macht wie selbst Teilnehmerin in einem Kurs oder Workshop zu sein und zu lernen, weshalb ich auch jedes Jahr zu verschiedenen Weiterbildungen angemeldet bin, die sich meistens im Kontext von Trauma- und Körperarbeit bewegen. Dieses Jahr ist es allerdings Zeit in die Reflexion zu gehen. Mit dem Fokus auf Lehre und Vortrag braucht es den Prozess des "in Worte fassen", das umbeschreibbare und manchmal unaussprechliche beschreib- und besprechbar zu machen. Dafür nehme ich mir dieses Jahr Zeit und damit diese Worte nicht nur in meinem Kopf bleiben, sondern tatsächlich auch ihren Weg auf das weiße Blatt Papier bzw. den Screen finden, mache ich bei der Content Society, einem online Blogging Kurs mit.

Und sonst wirklich keine Weiterbildung? Nicht ganz. Im Kontext von Trauma & Transformation spielt der Körper eine große Rolle. Zum einen ist alles, was wir jemals erlebt haben in unserem Körper gespeichert, zum anderen hat Trauma häufig nicht nur psychische, sondern auch physische Folgen, die sich in verschiedensten Symptomen und Krankheitsbildern äußern. Eine Möglichkeit sich Trauma auf der physischen Ebene zu nähern ist die Regulation der körpereigenen Systeme. Hier ist häufig von der Regulation des Nervensystems die Rede. Allerdings sind Nerven- Hormon und Immunsystem so etwas wie ein "Supersystem" im Körper und je nach Symptomatik kann es sinnvoll sein, unterschiedlich zu unterstützen. Ich freue mich daher schon auf meine Weiterbildung im Mai zu "Hormonelle Balance mittels der Bowen Technik". Auf diesen Kurs warte ich bereits seit drei Jahren, da Ron Phelan seine Anreise aus Australien die letzten Jahre immer wieder hat verschieben müssen. Und auch, wenn ich diese Jahr wenig in Wien sein werde, trage ich die Möglichkeit zu Bowen immer als Geschenk in meinen Händen und wer weiß, wer mir dieses Jahr alles auf meinem Weg begegnet und wem ich dieses Geschenk machen darf.


Zusammenarbeit? Ich bin bis Sommer 2023 komplett ausgebucht und nehme vorerst keine neuen Klient:innen im 1:1 Setting auf. Ich freue mich aber, wenn du dich hier im Kontaktformular einträgst, zu einer der Gruppenveranstaltungen kommen magst oder einfach interessantes für dich im Blog findest.


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